GiveDirectly und COVID-19

Die Ausweitung der Pandemie und die politischen Maßnahmen insbesondere in Afrika zeigen – die derzeitige Krise trifft die Ärmsten der Armen am härtesten. Wir schauen diese Woche, wie GiveDirectly mit der derzeitigen Situation umgeht.

Die COVID-19-Krise betrifft die Einsatzregionen von GiveDirectly im besonderen Ausmaß. Beispielsweise in Kenia sind viele Familien plötzlich nur noch eingeschränkt in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Nur Wenige haben die finanziellen Rücklagen um die gegenwärtige Krise zu bewältigen. So gaben in Mathare, einem städtischen Slum in Nairobi, 95% der durch die Organisation Befragten an, dass sie Ausgaben für Lebensmittel aufgrund von COVID-19 stark reduzieren mussten.

GiveDirectly reagierte mit einem besonderen COVID-19 Programm. Das Ziel blieb allerdings unverändert: Die ärmsten Haushalte sollten auch unter Pandemiebedingungen gezielt mit direkten Cash-Transfers erreicht werden. Für fast alle Aspekte der Cash-Transfers musste folglich eine digitale Lösung gefunden werden: von der Identifikation der Zielgruppe, über Identitätsüberprüfung und bis zum Follow-up. Während vor der Pandemie Gemeinde- bzw. Dorfversammlungen, sowie Tür zu Tür Kampagnen zum Erstkontakt und Registrierung von EmpfängerInnen genutzt wurden, führen heute Callcenter die Umfragen zur Registrierung per Telefon oder SMS durch.

In Kenia erreichte GiveDirectly mit dem neuen COVID19 Programm über 20.000 junge Menschen in Mathare und Kibera. Vor diesem Hintergrund erhält jeder Haushalt drei monatliche Zahlungen von 30 Dollar. GiveDirectly verifizieren die Identität jedes Empfängers und sendet drei monatliche Zahlungen an das digitale MPesa-Wallet der EmpfängerIn - alles zu 100 % aus der Ferne.

Die bereits äußerst fortschrittliche digitale Strategie der Cash-Transfers via mobile money stellt sich unter diesen Umständen eine wichtige Ressource da, um die Tätigkeit überhaupt weiter wahrnehmen zu können. Andere Organisationen wurden kurzfristig gar zum kompletten Stillstand der eigenen Arbeit gezwungen. Darüber hinaus nutzt GiveDirectly seine regelmäßigen Umfragen, um Echtzeit-Updates und Geschichten ein einem Live-Newsfeed zu sammeln. Die neue Website ermöglicht es, an den Erfahrungen der EmpfängerInnen teilzuhaben. Erfahre mehr auf givedirectly.org.

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